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Hinter-dem-Ohr-Gerät (HdO-Gerät): Es ist das am häufigsten verwendete Gerät. Das Hörgerät klemmt hinter der Ohrmuschel. Der Schall wird durch einen Plastikschlauch und ein Ohrpassstück in den Gehörgang geleitet. Funktionsprinzip: Mikrofon > Verstärker > Hörer > Schlauch > Ohrpassstück > Trommelfell Preis: von zuzahlungsfrei bis über 2000,- Euro |
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Im-Ohr-Gerät (IO): Das Hörgerät klemmt im Gehörgang oder am Eingang des Gehörganges (Concha). Man unterscheidet Concha-(Ohrmuschel-), Halb-Concha-Kanal- oder Mini-Kanal-CiC-(Completely-in-the-canal-)Geräte. Funktionsprinzip: Mikrofon > Verstärker > Hörer > Trommelfell Je kleiner das Gerät ist, desto weniger ist es von außen sichtbar und verschwindet im Gehörgang. Das Conchagerät sitzt in der Ohrmuschel, das CiC-Gerät sitzt komplett im Gehörgang Preis: von zuzahlungsfrei bis über 2000,- Euro |
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Taschengerät: Es wird wegen der Größe nur selten eingesetzt. Hörer und Hörgerät sind durch eine elektrische Leitung getrennt. Wegen geringer Rückkopplungsgefahr sind höhere Leistungen möglich. Funktionsprinzip: Mikrofon und Verstärker in einem Gehäuse, Hörer ist über Kabel damit verbumden (in Prinzip sonst wie HdO-Gerät), meist mono. Preis: von zuzahlungsfrei bis 500,- Euro |
| Hörgerät | Anwendung | Vorteile | Nachteile |
|---|---|---|---|
| Hinter-dem-Ohr-Gerät (HdO) |
alle Schwerhörigen; am häufigsten verordnet, da sehr praktisch |
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| Im-Ohr-Gerät
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leicht- bis mittelgradige, aber auch hochgradige schwerhörige (ab 14. Lebensjahr | ||
| Taschengerät |
selten, nur noch bei sehr großem Verstärkungsbedarf oder bei Ohrmuscheldefekten |
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Knochenleitungs-Hörgerät: Bügelhörer mit/und ohne Taschengerät, am besten als Hörbrille. Hörbrille auch als CROS-Gerät bei bestimmten Indikationen ideal (sehr starke Seitendifferenz des Hörverlustes. Funktionsprinzip: Mikrofon > Verstärker > Knochenleitungshörer(Vibrationshörer) > direkte Übertragung vom Knochen auf das Innenohr. Preis: ab 1500,- Euro |
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Knochenverankertes Hörgerät: Knochenleitungshörer sitzt auf implantierter Knochenschraube Funktionsprinzip: Mikrofon > Verstärker > Knochenleitungshörer(Vibrationshörer) > Knochenschraube > direkte Übertragung vom Knochen auf das Innenohr. Preis: 3500,- bis 4000,- Euro inklusive Schraube (bisher Kassenleistung) |
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Teilimplantiertes Hörgerät: VORP (Vibrating Ossicular Prothesis) Funktionsprinzip: Mikrofon, Signalprozessor (mit Magneten auf der Kopfhaut / induktive Kopplung) > Verstärkung der natürlichen Schwingungen der Gehörknöchelchen im Mittelohr. Preis: 7500,- bis 10000,- Euro (bisher Kassenleistung) |
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Vollimplantiertes Hörgerät: TICA (Totally-Integrated-Chochlea-Amplifier) Funktionsprinzip: Mikrofon, Signalprozessor und Akku werden implantiert (Aufladung über induktive Kopplung) > Verstärkung der natürlichen Schwingungen der Gehörknöchelchen im Mittelohr. Preis: ca. 15000,- Euro |
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Cochlear Implant (CI): Bestehend aus Innenohrelektrode und Taschen- oder HdO-Gerät; Funktionsprinzip: Mikrofon > Sprachprozessor (über induktive Kopplung) > Elektrodenstimulation der Hörnervenfasern über operativ eingepflanzte Elektrode im Innenohr. Preis: ca. 20000,- Euro (meist Sondervereinbarung plus Rehabilisation) |
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Hirnstamm-Implantat / Auditory Brainstem Implant (ABI): Bestehend aus Hirnstammelektrode und Taschen- oder HdO-Gerät; Funktionsprinzip: Mikrofon > Sprachprozessor (über induktive Kopplung) > Elektrodenstimulation der Hörnervenkerne im Hirnstamm über neurochirurgisch eingepflanzte Elektrode. |
| Hörgerät | Anwendung | Vorteile | Nachteile |
|---|---|---|---|
| Knochenleitungs-Hörgerät / Hörbrille
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| Knochenverankertes Hörgerät |
Schallleitungsschwerhörigkeit, kombinierte Schwerhörigkeit, bei chronischen Ohrentzündungen | ||
Teilimplantiertes Hörgerät ![]() |
reine Innenohrschwerhörigkeit (bei vollständig intakter Schallleitung) bei unzureichendem Ergebnis durch optimal angepasste konventionelle Luftleitungshörgeräte | ||
Vollimplantiertes Hörgerät ![]() |
mittel- und hochgradige Innenohrschwerhörigkeit (bei vollständig intakter Schallleitung) | ||
| Cochlear Implant (CI) |
an Taubheit grenzende Schwerhörigkeit trotz konventioneller Hörgeräte; bei innenohrbedingter Gehörlosigkeit mit intaktem Hörnerv |
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| Hirnstamm-Implantat |
bei (sehr seltener) neuronal bedingter Gehörlosigkeit (bei Patienten mit Neurofibromatose Typ 2) |
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